Stärkung des islamischen Religionsunterrichts in Deutschland

Es ist das einzige Schulfach, das im Grundgesetz verankert ist, jedoch einen entscheidenden Aspekt, der diesem Fach sehr eigen ist, nicht in Form einer Lektion vermitteln kann: Religionsunterricht. Dieser soll keinen Glauben stiften, sondern vor allem über Inhalte von Religionsgemeinschaften und verschiedenen Lebensorientierungen aufklären.

Nach Ansicht des Erziehungswissenschaftlers Prof. Harry Harun Behr von der Goethe Universität Frankfurt ist eine solche „religiöse Alphabetisierung“ auch für muslimische Kinder notwendig, da diese wie ihre christlich aufwachsenden MitschülerInnen zunehmend glaubensfern aufwachsen.

Zu diesem Zweck wurde an der Goethe Universität in Zusammenarbeit mit der Universität Gießen das Fach „Islamische Studien“ eingeführt, das zum einen angehende Lehrkräfte und zum anderen bereits praktizierende Lehrer zur Vermittlung Grundlagen des Islam wie dessen Geschichte und Praktiken qualifizieren soll. Ziele des Islamunterrichts seien schließlich die Identitäts- und Normalitätsstiftung, Entwicklung von Verständnis für Muslime unterschiedlicher Herkunft und die Mithilfe zur Integration in die deutsche Gesellschaft, da der Unterricht in deutscher Sprache stattfinden soll.


Redaktion (sz)

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